Saunasteine – Auswahl & Pflege
Share
Saunasteine sind das Herzstück eines jeden Saunaofens. Sie speichern die Hitze und erzeugen beim Aufguss den wohltuenden Dampf. Die richtigen Steine auszuwählen und sie gut zu pflegen, ist wichtig für ein optimales Saunaerlebnis. Im Folgenden erfahren Sie, worauf es bei Saunasteinen ankommt.
Geeignete Steine
Nicht jeder Stein verträgt die extremen Bedingungen im Saunaofen. Geeignet sind vor allem magmatische Gesteine mit hoher Hitzebeständigkeit, wie z.B. Diabas, Peridotit oder Speckstein. Diese Steine können Temperaturen von über 300°C aushalten, ohne zu zerspringen. Wichtig ist, dass die Steine keine Feuchtigkeit oder Harze einschließen (daher sind normale Flusskiesel oder dekorative Steine ungeeignet – sie könnten beim Erhitzen platzen). Achten Sie beim Kauf auf explizit als „Saunasteine“ deklarierte Produkte. Die Größe sollte mittel bis grob sein (etwa 5–10 cm Durchmesser für größere, 3–5 cm für kleinere Stücke), damit sie gut geschichtet werden können.
Schichtung der Steine
Die richtige Anordnung der Saunasteine im Ofen sorgt für eine effiziente Erwärmung und einen guten Aufguss. Schichten Sie die Steine in unterschiedlichen Größen: Die größten Steine kommen nach unten um die Heizelemente oder das Ofenrohr herum. Darüber werden mittelgroße und obenauf kleinere Steine gelegt. Diese Sortierung gewährleistet, dass zwischen den Steinen genug Luft zirkulieren kann und alle Steine gleichmäßig heiß werden. Vermeiden Sie es, die Steine einfach dicht in den Korb zu schütten – lassen Sie Zwischenräume. So strömt die heiße Luft aus dem Ofen gut durch das Steinpaket hindurch. Zudem läuft bei Aufgüssen das Wasser langsam über viele heiße Oberflächen, was für intensiven Dampf sorgt.
Reinigung der Steine
Auch Saunasteine brauchen von Zeit zu Zeit Pflege. Im normalen Betrieb sammeln sich Staub, Salzkristalle (von Aufgussmitteln) und mit der Zeit auch Mineralablagerungen (z.B. Kalk aus dem Aufgusswasser) auf den Steinen. Etwa einmal im Jahr – oder bei sehr häufiger Nutzung auch halbjährlich – sollten Sie die Steine aus dem Ofen nehmen. Entfernen Sie lose Krümel und bürsten Sie die Steine trocken ab oder spülen Sie sie mit klarem Wasser. Hartnäckige Kalkablagerungen lassen sich durch Einlegen in eine Essig-Wasser-Lösung lösen. Wichtig: Die Steine müssen vor dem Zurücklegen vollständig trocken sein. Nutzen Sie die Reinigung gleich, um den Ofenraum von Steinsplittern und Staub zu befreien.
Austauschzyklen
Saunasteine unterliegen durch die ständigen Temperaturwechsel einem Verschleiß. Sie werden mit der Zeit rissig oder zerbröseln teilweise. Ein grober Richtwert ist, die Steine alle 2 bis 3 Jahre komplett auszutauschen – bei sehr häufiger Sauna-Nutzung eventuell öfter. Einzelne kaputte Steine oder Bruchstücke sollten sofort entfernt und durch neue ersetzt werden, damit sie die Heizleistung nicht beeinträchtigen. Wenn Sie merken, dass Aufgüsse nicht mehr so kräftig dampfen wie früher oder das Aufheizen länger dauert, kann das ein Zeichen sein, dass die Steine „müde“ geworden sind und ausgetauscht werden sollten. Frisches Gestein sorgt wieder für effiziente Wärmespeicherung und kräftigen Dampf.
Aufguss-Effekte der Steine
Die Wahl der Steine beeinflusst auch den Aufguss. Grobporige Vulkansteine (wie Diabas) haben eine raue Oberfläche und verdampfen aufgegossenes Wasser sehr effektiv – das Ergebnis ist ein angenehm milder Dampf. Speckstein als Saunastein speichert viel Wärme und gibt einen weichen Dampf ab. Wichtig für den Aufguss ist vor allem die richtige Hitze der Steine: Nur wenn die Steine richtig durchgeheizt sind (glühend heiß), verdampft das Wasser schlagartig und verteilt die Aufgussaromen in der Sauna. Pflegen Sie Ihre Steine also gut und heizen Sie sie ausreichend vor, um den vollen Aufgusseffekt zu erzielen. Mit sauberen, intakten Steinen erhalten Sie den besten „Loyly“ – so nennen die Finnen den Sauna-Dampf, der als Inbegriff des Saunaerlebnisses gilt.